24Helmets.de besuchte das 1. Berliner Motorrad-Museum, das eine wunderbare Zeitreise durch die Geschichte der DDR-Zweiradproduktion bietet.

Der Schwerpunkt der Sammlung sind die Motorräder, Mopeds und Motorroller der ehemaligen DDR. Alle Klassiker von MZ, EMW, Simson, Stoye und IWL sind vertreten. Auf 1.000m² Ausstellungsfläche werden insgesamt 100 Fahrzeuge aus der Zeit von 1953 bis 2004 gezeigt.

Folgende Fahrzeuge können u.a. besichtigt werden:

  • MZ 250 ETS Polizei-Eskortmotorrad mit jeweils einer zuschaltbaren Zündkerze pro Zylinder (für den Fall, das die andere Zündkerze ausfällt)
  • Eine MZ aus Armeebeständen mit Lastenseitenwagen
  • Simson AWO Sport & Tourer
  • IWL Motorroller Pitty, Wiesel und Troll
  • IFA Rennmotorräder, u.a. RT 125/1 mit Hubkolben-Ladepumpe
  • Eine 1965er MZ ES 175/1 als funktionierendes Schnittmodell

Eine kleine Auswahl tschechischer Jawas ergänzt die hervorragende Sammlung.

Die Marke MZ (=Motorradwerk Zschopau) soll wiederbelebt werden. Aktuell laufen Gespräche mit Finanzinvestoren. Alle anderen historischen DDR-Marken wird man in Zukunft nur noch im Museum und immer seltener auf der Strasse sehen können.

Das Museum besteht seit September 2008. Der Gründer, Uwe Kobilke, begann vor über 5 Jahren mit seiner Sammelleidenschaft. Seitdem wurden fast alle Fahrzeuge originalgetreu und mit viel Liebe restauriert. 20% der Sammmlung befindet sich noch im Originalzustand. Sehr zufriedenstellend entwickeln sich die Besucherzahlen. Im ersten Jahr haben über 40.000 Besucher die Ausstellung besucht.

Aktuell findet in den Räumlichkeiten auch eine Sonderausstellung zu Mercedes SL statt.

Das Museum befindet sich in direkter Nähe zum Alexanderplatz und zur Museumsinsel, in der Rochstraße 14c, 10178 Berlin. (S-Bahn Alexanderplatz)

Öffnungszeiten:

Montag – Sonntag, 10.00 – 20.00 Uhr

Kontakt: 030/240 45 725 (Tel.)

Das 1. Berliner Motorrad-Museum ist absolut empfehlenswert, wenn man detaillierte Informationen zur Zweiradproduktion der DDR erhalten möchte. Die Ausstellung ist liebevoll gestaltet und versetzt den Besucher zurück in eine historische Zeit, die vor 20 Jahren zu Ende gegangen ist.