Die Hansestadt Hamburg hat die Ausrichtung der Harley Days 2010 und 2011 untersagt. Die Umweltbehörde hat Bedenken geäußert, da die Veranstaltung nichts ins Bild der Stadt Hamburg als Umwelthauptstadt 2011 passen würde.

Das die Harley Days ein wichtiger Bestandteil der Hansestadt sind und jedes Jahr viele Biker ihr Geld in der Stadt lassen für Hotel, Verpflegung und Sightseeing wurde dabei offensichtlich übersehen. Auch wirbt Hamburg mit seiner Toleranz und Vielfalt. Wenn diese Vielfalt in Zukunft aus Musicals-von-der-Stange sowie sterilen-nicht-hanseatischen-Neubau-Hochhäusern bestehen soll, wäre das bedauerlich und wieder ein Grund, bei der nächsten Wahl der Bürgerschaft das Kreuzchen anderswo zu setzen. Eine Veranstaltung wie die Harley Days mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber die Besucherzahlen sprechen für sich.

Mit der Vorjahresentscheidung, zuerst den Termin zu ändern und dann auch noch den Standort ins Stadion zu legen, war absehbar, dass die Veranstaltung „politisch“ einfach nicht in Hamburg gewollt ist. Es ist zu erwarten, das andere Bikertreffen und damit andere Städte von der Entscheidung der Umweltbehörde profitieren werden. Die Entfernung nach Lübeck ist bekanntlich nicht gross und es ist auch eine schöne Hansestadt.

Der Titel Umwelthauptstadt („European Green Capital“) wurde der Stadt übrigens bereits im Februar letzten Jahres verliehen. Die Jury hatte bei der Preisvergabe offensichtlich keine Vorbehalte gegen die beliebten Harley Days.