Wem Vespafahren nur im Sommer Spaß macht, kann hier gleich aufhören zu lesen. Wahre Fans bleiben Ihrem Gefährt aber das ganze Jahr über treu. Bei Wind und Wetter – bei Schnee und Eis. Was bei in der schneereichen Schweiz bei Rollerfahrern selbstverständlich ist, setzt sich in Deutschland erst langsam durch Winterreifen auf die Vespa zu ziehen.

Zugegeben, so richtig lohnen sich spezielle Reifen nur für die richtig Harten, die auch bei wirklich kaltem Wetter und Schnee unterwegs sind. Denn an das Fahrgefühl auf schneefreien Straßen muss man sich oft erst einmal gewöhnen – vor allem in Kurven. Ein zweiter Aspekt, der den Geldbeutel betrifft: Moderne Winterreifen sind in der Regel aus weicherem Material gefertigt – ganz klar, dass sie sich bei „normalen“ Fahrbedingungen schneller abnutzen. Winterreifen für die Vespa anzuschaffen, lohnt sich also in der Regel vor allem dort, wo im Winter Schnee zu erwarten ist – und nur für Fahrer, denen es bei den entsprechenden Temperaturen nicht zu kalt ist.

Beim oft gehörten Ratschlag, bei widrigen Bedingungen, zumindest vorne, einen groben Cross-Reifen aufzuziehen, scheiden sich die Geister: Zum einen sind kalte Temperaturen dafür nicht gerade ideal und wenn wirklich Schnee liegt, kann man damit schnell ins Rutschen kommen – und wer möchte sich schon samt Untersatz bei eisigen Temperaturen – womöglich noch vor Publikum – in den Schnee legen?